Geschäftsbericht 2022
8/20
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Anett Lauch

… stellvertretende Abteilungsleiterin Wohnungswirtschaft, hat schon unzähligen Menschen geholfen, ihr Zuhause nicht zu verlieren.

Mein Sachgebiet heißt zwar Mahn- und Klagewesen, aber das ist irreführend. Eigentlich geht es bei uns darum, Menschen, die ins Schlingern geraten sind, vor der Obdachlosigkeit zu bewahren. 

Es ist ein Job, bei dem man das pralle Leben erfährt, für den man starke Nerven und Humor braucht. Aber er ist auch immer interessant, kann sehr schön sein, sehr besonders, und man erfährt viel Dankbarkeit. Die Menschen müssen natürlich mitziehen, müssen ihren Teil beitragen, eine Räumung zu verhindern. Aber wir haben den Spielraum, zu helfen. Das wäre nicht überall möglich. Die soziale Verantwortung, die die Genossenschaft sehr ernst nimmt, die macht den Unterschied.

Das ist ein Grund, warum ich seit 1994 hier bin. Ich musste mir auch nie Sorgen um meinen Job machen. Beständigkeit ist mir wichtig. Die WG hat immer gut gewirtschaftet, es gibt gute Arbeitsbedingungen, ein faires Gehalt, kurze Wege bei Sorgen und Problemen und flexible Arbeitszeiten, dank derer ich mich um meine kranke Mutter kümmern kann. Sonst könnte ich den Job nicht mehr machen.

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Steffen Fröhlich

 hat ab 2016 seine Ausbildung zum Immobilienkaufmann in der WGSH gemacht und ist seit 2019 einer von zwei Sozialarbeitern der Genossenschaft.

Die Sozialarbeit fand ich schon während der Ausbildung spannend und habe dafür noch eine Weiterbildung gemacht. Konflikte lösen zu können ist wie eine Kraftquelle. Es freut mich immer, wenn wir unseren Mitgliedern helfen bzw. diese unterstützen können, sei es durch das Verhindern einer Räumung oder die Schlichtung einer kleinen nachbarschaftlichen Streitigkeit.

Natürlich steckt man auch viel Kraft in die Arbeit hinein. Man kann nicht überall helfen, nicht jeden Streit lösen. Manchmal scheint die Sonne, alle vertragen sich, dann kommt wieder alles auf einmal, Verwahrlosung, Räumungsgefahr, Streit. Aber ich mag diese Abwechslung, und ich mag, dass es bei unserer Genossenschaft nicht nur ums Geldverdienen geht. Hier wird versucht, von allen Seiten dafür zu sorgen, dass die Menschen sich bei uns sicher fühlen können, mit sicheren Türen genauso wie mit Unterstützung, um Räumungen zu verhindern. Da ist die WG schon ein gutes Unternehmen mit hohen Ansprüchen, auch wenn nicht immer alles klappt. 

In den letzten Jahren sind wir auch dynamischer geworden, es kommen mehr neue Leute dazu. Das ist zwar erst mal unruhiger, aber eröffnet auch neue Blickwinkel.

EIN BLICK HINTER DIE KULISSEN

Wenn man fragt, warum jemand bei der WG arbeitet oder hier eine Ausbildung anfängt, hört man immer: weil es sich gut anfühlt, dort zu arbeiten, wo der Mensch im Mittelpunkt steht. Etliche Mitarbeitende der heute 88-köpfigen Belegschaft sind viele Jahre dabei. Wer guten Willen zeigt, bekommt hier eine Perspektive: Das gilt nicht nur fürs Team, sondern genauso für Mitglieder, denen das Leben Steine in den Weg gelegt hat. Zwei Erfahrungsberichte.

Anett Lauch

… stellvertretende Abteilungsleiterin Wohnungswirtschaft, hat schon unzähligen Menschen geholfen, ihr Zuhause nicht zu verlieren.

Mein Sachgebiet heißt zwar Mahn- und Klagewesen, aber das ist irreführend. Eigentlich geht es bei uns darum, Menschen, die ins Schlingern geraten sind, vor der Obdachlosigkeit zu bewahren. 

Es ist ein Job, bei dem man das pralle Leben erfährt, für den man starke Nerven und Humor braucht. Aber er ist auch immer interessant, kann sehr schön sein, sehr besonders, und man erfährt viel Dankbarkeit. Die Menschen müssen natürlich mitziehen, müssen ihren Teil beitragen, eine Räumung zu verhindern. Aber wir haben den Spielraum, zu helfen. Das wäre nicht überall möglich. Die soziale Verantwortung, die die Genossenschaft sehr ernst nimmt, die macht den Unterschied.

Das ist ein Grund, warum ich seit 1994 hier bin. Ich musste mir auch nie Sorgen um meinen Job machen. Beständigkeit ist mir wichtig. Die WG hat immer gut gewirtschaftet, es gibt gute Arbeitsbedingungen, ein faires Gehalt, kurze Wege bei Sorgen und Problemen und flexible Arbeitszeiten, dank derer ich mich um meine kranke Mutter kümmern kann. Sonst könnte ich den Job nicht mehr machen.

Steffen Fröhlich

 hat ab 2016 seine Ausbildung zum Immobilienkaufmann in der WGSH gemacht und ist seit 2019 einer von zwei Sozialarbeitern der Genossenschaft.

Die Sozialarbeit fand ich schon während der Ausbildung spannend und habe dafür noch eine Weiterbildung gemacht. Konflikte lösen zu können ist wie eine Kraftquelle. Es freut mich immer, wenn wir unseren Mitgliedern helfen bzw. diese unterstützen können, sei es durch das Verhindern einer Räumung oder die Schlichtung einer kleinen nachbarschaftlichen Streitigkeit.

Natürlich steckt man auch viel Kraft in die Arbeit hinein. Man kann nicht überall helfen, nicht jeden Streit lösen. Manchmal scheint die Sonne, alle vertragen sich, dann kommt wieder alles auf einmal, Verwahrlosung, Räumungsgefahr, Streit. Aber ich mag diese Abwechslung, und ich mag, dass es bei unserer Genossenschaft nicht nur ums Geldverdienen geht. Hier wird versucht, von allen Seiten dafür zu sorgen, dass die Menschen sich bei uns sicher fühlen können, mit sicheren Türen genauso wie mit Unterstützung, um Räumungen zu verhindern. Da ist die WG schon ein gutes Unternehmen mit hohen Ansprüchen, auch wenn nicht immer alles klappt. 

In den letzten Jahren sind wir auch dynamischer geworden, es kommen mehr neue Leute dazu. Das ist zwar erst mal unruhiger, aber eröffnet auch neue Blickwinkel.