Grünen Strom vom eigenen Dach, umweltfreundlich und obendrein günstiger als aus dem Netz: Den liefern in Zukunft Solarpanel auf Genossenschaftshäusern in einem neuen Mieterstrommodell.
2024 wurde ein entsprechendes Pilotprojekt gemeinsam mit dem WG-Tochterunternehmen Sanitärtechnik Nord auf zwei Häusern in Lichtenhagen an den Start gebracht. Nun wird das Modell jährlich an zwei weiteren geeigneten Standorten im WG-Bestand eingeführt.
Rund 42.0000 kWh Solarstrom pro Jahr können die beiden Photovoltaikanlagen – gefördert vom Bund – erzeugen, die künftig die Dächer der Wohnhäuser in der Neustrelitzer Straße 16/17 toppen. Das deckt in etwa die Hälfte des Strombedarfs der beiden Häuser ab. Dank emissionsfreier Stromerzeugung spart das gut 16 Tonnen CO2 jedes Jahr ein. Der grüne Strom aus Sonnenkraft vom Dach wird den Haushalten der beiden Gebäude zu einem niedrigeren Preis angeboten als der Strom aus dem normalen Netz.
Mit diesem Pilotprojekt startete die WGSH 2024 ihr neues Mieterstrommodell, das Umwelt und Mitgliedern zugutekommt und die Genossenschaft dem Ziel Klimaneutralität näherbringt. Gleichzeitig bedeutet es sowohl für WG als auch ihre Mitglieder mehr Flexibilität und Unabhängigkeit vom Strommarkt und steigenden Energiepreisen. Insgesamt sollen die Anlagen 30 Jahre in Betrieb sein.
Die Besonderheit des Modells, das nun sukzessive im Bestand nachgerüstet wird: Im Gegensatz zu Photovoltaik auf WG-Neubauten wird diese hier nicht von der Genossenschaft selbst verantwortet, sondern von der WGSH-Tochter Sanitärtechnik Nord. Diese pachtet die Dächer von der Genossenschaft, kümmert sich um alles Technische und verkauft den Strom dann an die Stadtwerke Rostock. Der Preisvorteil für die Mitglieder ist der kostengünstigen Energieerzeugung und wegfallenden Netzentgelten zu verdanken.
